Hier zunächst die gute Nachricht.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe, für das Land Baden-Württemberg, hat mit ihrem Erlass des Planfeststellungsbeschlusses am 15.09.2017 zur Umsetzung ein erstes positives Zeichen gesetzt.

Der Landesbetrieb Mobilität, hat am 27.12.2017 nachgezogen und das Planfeststellungsverfahren für das Land Rheinland-Pfalz positiv bescheinigt.

Bewertung der aktuellen Entwicklung aus Sicht der Initiative #PRO 2 :

Wir sind als Vertreter großer Firmen rund um die Rheinbrücke natürlich sehr erleichtert, dass dieses langjährige Verfahren nun einen positiven Abschluss gefunden hat.

Aber noch hat der Brückenbau nicht begonnen und die Entlastung der jetzigen Brücke steht noch in weiter Ferne. Außerdem haben wir in diesem Jahr durch die Fahrbahnsanierung der jetzigen Brücke mit massiven Behinderungen zu rechnen.

Wir sind auch enttäuscht, dass der Gemeinderat Karlsruhe beschlossen hat, gegen den Planfeststellungsbeschluss zur zweiten Rheinbrücke zu klagen. Weitere Alternativen sollen untersucht werden, wodurch sich ebenso weitere Jahre der Verzögerung ergeben würden.

Die Technologie-Region Karlsruhe profitiert sehr stark von der Industrie beiderseits der Brücke und den Arbeitsplätzen die dadurch geschaffen wurden. Die notwendigen Arbeitskräfte kommen aus beiden Bundesländern sowie dem nahen Elsass und sind von einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur abhängig. Unverständlich sind deshalb Äußerungen aus dem Gemeinderat Karlsruhe, etwa wenn die Anzahl der Pendler nach Karlsruhe als „Sintflut“ bezeichnet wird.

Der jetzige Brückenstandort einer 2.ten Brücke braucht städtische Grundstücke, die weitestgehend unbebaut sind. Der Gegenvorschlag des Gemeinderats Karlsruhe ist die sogenannte Ersatzbrücke. Interessanterweise müssten dafür auf pfälzischer Seite fünf Wohnhäuser geopfert werden. Kein Problem wohl aus Karlsruher Sicht.

Wie geht es weiter:

Die Klageperiode wird sich jetzt über einige Jahre hinziehen, am Ende wird die Brücke dann hoffentlich doch gebaut.

Mit der Genehmigung der Planfeststellungsverfahren hat unser Verein ein erstes wichtiges Etappenziel erreicht. Allerdings sind wir noch nicht endgültig zufrieden. Wir sind der Überzeugung, dass für eine dauerhafte Entlastung der jetzigen Brücke die Anbindung der B36, wie sie sich auch im Bundesverkehrswegeplan findet, notwendig ist und ebenfalls mit hoher Priorität zur Umsetzung gebracht wird.

Wir bleiben dran und kämpfen weiter für unsere Mitarbeiter für einen gut funktionierenden und stressfreien Verkehrsfluss über den Rhein.