PRESSE-INFORMATION                           

                                                                       2. September 2016

Fünf vor zwölf oder eher schon fünf nach zwölf?

Industrie fordert 2. Rheinbrücke mit Anbindung an die B36

 

Tausende Beschäftigte überqueren Tag für Tag die Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe. Staus sind fast an der Tagesordnung. Die dadurch entstehenden Zeitverluste belasten die Menschen und die Wirtschaft auch so schon erheblich. Bautätigkeiten haben aber noch viel größere Auswirkungen. 2018 ist eine umfangreiche Sanierung der Rheinbrücke geplant: Für die Arbeiten ist nach Angaben des Regierungspräsidiums Karlsruhe ein Bauzeit von bis zu neun Monaten geplant – mit extremen Einschränkungen für den Verkehr. Während eine Brückenhälfte gesperrt wird, rollt der gesamte Verkehr auf der anderen Brückenhälfte, dem dann nur je zwei Spuren zur Verfügung stehen. Hinzu kommen sechs bis sieben jeweils zweitägige Vollsperrungen an Wochenenden, die vor allen Dingen Berufspendler mit Wochenend-/Schichttätigkeit hart trifft. Die Ausweichmöglichkeiten in Iffezheim und Germersheim werden den zusätzlichen Verkehr nicht ohne Verzögerungen aufnehmen. Weitere Staus und Umweltbelastungen in der ganzen Region werden die Folge sein. Die Fahrtdauer wird sich teilweise auf das Vierfache erhöhen.

Die Region braucht dringend den schon längst überfälligen zweiten Rheinübergang! Die Daimler AG, Werk Wörth, die Siemens AG, MiRO und Stora Enso in Karlsruhe haben daher im Dezember 2015 die Initiative #PRO2 für eine zweite Rheinbrücke Karlsruhe-Wörth ins Leben gerufen. Das Besondere an dieser Initiative: Die Geschäftsführungen und Betriebsräte treten damit gemeinsam für die Belange der Unternehmen und ihrer Belegschaften ein. Sie fordern den Bau einer zweiten Rheinbrücke und Anbindung an die Bundesstraße 36 bei Knielingen ohne weiteren Verzug. Die Unternehmen beschäftigen zusammen rund 20.000 Arbeitnehmer aus der Region, die entweder direkt oder indirekt vom „Einbrücken-Risiko“ betroffen sind. Die Initiative #PRO2 fürchtet außerdem dramatische Einbußen und einen massiven Imageverlust für den Wirtschaftsstandort „TechnologieRegion Karlsruhe“ durch das Fehlen einer adäquaten Infrastruktur.

 

Angesichts der zeitlichen Brisanz bewertet die Industrieinitiative #PRO2 den Vorstoß von Landesverkehrsminister Winfried Hermann positiv, durch eine Entkoppelung des Planfeststellungsverfahrens endlich Bewegung in die Umsetzung der zweiten Rheinquerung zu bringen: „Mit dem Faktencheck im November 2011 sollte über das Planfeststellungsverfahren entschieden werden. Seitdem warten wir auf eine Entscheidung“, so Peter Hauck, Vorsitzender der Industrieinitiative und Betriebsratsvorsitzender der Mineraloelraffinerie Oberrhein. „Der geforderte Anschluss an die  B36 hat die Entscheidung zum Planfeststellungsverfahren verzögert, daher begrüßen wir es grundsätzlich, dass der Bau der zweiten Rheinbrücke und der Anschluss an die B36 nun getrennt betrachtet werden sollen. Allerdings macht das eine ohne das andere keinen Sinn. Wenn die zweite Rheinbrücke sinnvoll entlasten soll, ist der Anschluss an die B36 zwingend erforderlich.“

Der Initiative #PRO2 ist bewusst, dass selbst der sofortige Baubeginn einer zweiten Rheinbrücke an der belastenden Situation im Jahr der umfangreichen Sanierung 2018 nichts mehr ändern wird. Dass die zweite Rheinbrücke mit einer Anbindung an die B36 aber kommen muss, und zwar so schnell wie möglich, steht für die Initiative #PRO2 außer Frage. Denn sollte die bestehende Brücke z.B. durch eine unfallbedingte Beschädigung von heute auf morgen total ausfallen, würde dies die Region dauerhaft in ein Verkehrschaos stürzen. Für die Industrie wäre ein Ausfall der bestehenden Brücke katastrophal: „Die marode Brücke gefährdet zunehmend die Wirtschaftskraft des Standortes. Wir brauchen schnellstmöglich eine zweite Rheinbrücke, um unsere Arbeitsplätze zu sichern“, sagt Peter Hauck. „Wenn es Mitarbeitern im Ernstfall nicht gelingen sollte, rechtzeitig zum Arbeitsplatz zu kommen, insbesondere bei vollkontinuierlicher Wechselschicht, könnten Produktionsausfälle und das Abfahren einzelner Anlagen die Folge sein. Aufträge und somit Jobs wären gefährdet – von dem Verlust wertvoller Freizeit für die Mitarbeiter, der zu Lasten des Familienlebens geht, ganz zu Schweigen.“

 

 

Jede Stimme zählt!

Wer die Industrieinitiative #PRO2 aktiv unterstützen möchte, kann auf der Website www.prozweite.de seine Stimme online abgeben – für die Zukunft der Region.

 
#PRO2 – Pro Initiative zweite Rheinbrücke Karlsruhe-Wörth e.V.

Die Initiative für eine zweite Rheinbrücke Karlsruhe-Wörth #PRO2 ist eine Initiative der Industrieunternehmen am Mittleren Oberrhein. Sie wurde im Dezember 2015 von Unternehmen aus der Region ins Leben gerufen u.a. mit dabei sind Siemens AG, Daimler AG, MIRO und Stora Enso. Die Unternehmen beschäftigen zusammen ca. 20.000 Arbeitnehmer aus der Region, die direkt sowie indirekt vom „Einbrücken-Risiko“ betroffen sind. Auch die regionale Wirtschaft sehen sie als gefährdet: Die Initiative #PRO2 fürchtet dramatische Einbußen und einen massiven Imageverlust der Wirtschaftsstandorte in der TechnologieRegion Karlsruhe durch das Fehlen einer adäquaten Infrastruktur. Ihre Forderung: Bau einer zweiten Rheinbrücke ohne Verzug!

Kontakt:

#PRO2 - Initiative zweite Rheinbrücke Karlsruhe-Wörth e.V.
1. Vorsitzender, Peter Hauck
c/o MIRO
Nördliche Raffineriestraße 1 76187 Karlsruhe
Telefon 0721 9583224  Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!